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Regelung

PROGRAMM DER SANDOZ-FAMILIENSTIFTUNG – MONIQUE DE MEURON ZUR FÖRDERUNG DES AKADEMISCHEN NACHWUCHSES

Regelung vom 1. Januar 2017

1. Zielsetzung
Auf Initiative von Monique de Meuron (1939-2007) lancierte die Sandoz-Familienstiftung (nachstehend: „die Stiftung“) im Herbst 1999 unter dem Namen „Programm der Sandoz-Familienstiftung – Monique de Meuron zur Förderung des akademischen Nachwuchses“ (Programme Fondation de Famille Sandoz – Monique de Meuron pour la relève universitaire) ein Programm, das zur Nachwuchsförderung im Bereich Hochschulbildung und Forschung bestimmt ist.

Ziel des Programms ist es, Assistenzprofessuren als Teil eines Studienganges des akademischen Nachwuchses mit Tenure Track im Rahmen von langfristigen Lehr- und Forschungsprogrammen zu finanzieren.

Das Programm steht unter der Schirmherrschaft eines Patronatskomitees, das aus dem Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) sowie dem Vorsitzenden des Forschungsrates des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung besteht.

2. Leitung des Programms
Das Programm wird von einem Delegierten der Stiftung in Zusammenarbeit mit anderen, von der Stiftung ernannten Personen geleitet.

3. Begünstigte Institutionen und betroffene Studienfächer
Von dem Programm können die Universitäten Freiburg, Genf, Lausanne und Neuenburg sowie die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne profitieren.

Die Stiftung schreibt jedes Jahr zwei Lehr- und Forschungsprojekte und zwei Assistenzprofessuren mit Tenure Track sowie zwei Stellen für diplomierte Assistenten oder Postdoktoranden aus. Eines der Projekte muss zu den Geisteswissenschaften und das andere zu den Naturwissenschaften zählen. Die Fächer der klinischen Medizin und der Pharmazie sind von der Teilnahme am Programm ausgeschlossen. Jede Institution darf in jedem der Fachbereiche jeweils einen Bewerber und ein Projekt vorstellen. Die Projekte müssen Exzellenz anstreben und, wenn möglich, die interuniversitäre und fachübergreifende Zusammenarbeit fördern. Ebenfalls können Projekte, die von zwei Institutionen gemeinsam präsentiert werden, Berücksichtigung finden.

4. Verpflichtungen der begünstigten Institutionen
Die Universitäten schreiben gemäss ihren Rechts- und Regulierungsverfahren ein Auswahlverfahren zur Einstellung aus, das darauf abzielt, eine Professorenstelle oder eine neu geschaffene Stelle mit einem Assistenzprofessor mit Tenure Track zu besetzen. Sie stellen den Wissenschaftler/ die Wissenschaftlerin ihrer Wahl ein.

Die Institutionen, deren Bewerbung erfolgreich war (Gastinstitution), sorgen für eine gute Integration des von ihnen ausgewählten Assistenzprofessors, sie verfolgen seine Arbeit, unterstützen seine Anstrengungen, überwachen die korrekte Verwendung der ihm zur Verfügung gestellten Gelder, unternehmen schliesslich alles in ihrer Macht Stehende, um seine akademische Zukunft zu gewährleisten. Sie stellen dem/ der Begünstigten die notwendige Infrastruktur zur Verfügung (Räumlichkeiten, Kommunikationsmittel, gemeinsame wissenschaftliche und technische Geräte).

Mit der Präsentation ihrer Dossiers müssen sich die Institutionen zur Anerkennung der oben aufgeführten Prinzipien verpflichten. Das Dossier enthält auch eine Beschreibung des Lehr- und Forschungsprogramms des Bewerbers/ der Bewerberin. Jegliche öffentliche Kommunikation bezüglich des Programmbegünstigten oder seiner Aktivitäten muss die Unterstützung durch das Programm der Sandoz-Familienstiftung - Monique de Meuron zur Förderung des akademischen Nachwuchses erwähnen.

Neben der Durchführung seines Forschungsprogramms gewährleistet der Assistenzprofessor, dass er sich auch der Hochschullehre in angemessenem Rahmen widmet. Er beteiligt sich an den Verwaltungsaufgaben, die seiner weiteren Laufbahn förderlich sein können. Die Stiftung kann ihn damit beauftragen, sich jährlich zusätzlich ein oder zwei Mal öffentlich – mündlich oder schriftlich – zum Gegenstand seiner Forschung und Lehre zu Wort zu melden. Er darf gleichzeitig keinen anderen Lehr- oder Forschungsauftrag einer anderen Institution in der Schweiz oder im Ausland annehmen, sofern dieser über einen punktuellen Einsatz hinausgeht.

5. Zeitplan
Die Eröffnung der Ausschreibung wird den Leitungen der betroffenen Institutionen in den ersten Tagen des Monats Januar mitgeteilt. Sie müssen für eine möglichst weite Verbreitung sorgen, die Suche nach Projekten und Bewerbern sowie deren Präsentation organisieren.

Die Bewerbungsdossiers müssen dem Delegierten der Stiftung auf elektronischem Weg spätestens bis zum 15. Oktober zugestellt werden. Die Dossiers enthalten diverse Unterlagen, die betreffende Liste wird zum Zeitpunkt der Ausschreibungseröffnung mitgeteilt. Im Prinzip darf der Bewerber zum Zeitpunkt der Dossiereinreichung nicht älter als 35 Jahre sein, nicht älter als 40 Jahre bei einer Bewerberin.

6. Benennung des Siegerprojekts und des Begünstigten
Die Stiftung veranlasst, dass die Projekte und die Bewerber von zwei Auswahlkommissionen geprüft werden, eine für jeden Fachbereich (Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften). Diese setzen sich aus Personen zusammen, die den an der Ausschreibung teilnehmenden Institutionen nicht angehören.

 

Die Institutionen und die Bewerber werden von der zuständigen Auswahlkommission und von einer Delegation der Stiftung angehört. Die Auswahlkommissionen übermitteln der Stiftungsdelegation ihr Vorgutachten, diese unterbreitet dem Stiftungsrat ihre Schlussfolgerungen. Letzterer kommuniziert seine endgültige Entscheidung so rasch wie möglich. Die Entscheidung kann nicht angefochten werden.

Nach Ernennung der Begünstigten wird ein Partnerschaftsvertrag zwischen der Stiftung und der Gastinstitution unterzeichnet.

7. Finanzierung
Die Stiftung stellt eine Gesamtfinanzierung zur Verfügung, die im Prinzip für zwei Jahre das Jahresgehalt, einschliesslich aller Abgaben, der beiden ernannten Assistenzprofessoren mit Tenure Track sowie das Jahresgehalt der beiden vollzeitäquivalent beschäftigten Assistenten oder Postdoktoranden deckt. Ausserdem weist die Stiftung im ersten Jahr zwei Investitionskredite zu, die insbesondere die Kosten zur Anschaffung von grundlegendem technischen und wissenschaftlichen Gerät decken.

Die Finanzierung der Gehälter kann für maximal ein bis zwei weitere Jahre verlängert werden, die Verlängerung erfolgt auf begründeten Antrag der Gastinstitution. Wird die Anstellung des Assistenzprofessors nicht verlängert, darf das Gehalt der Assistenten keinesfalls ausgezahlt werden. Die Gesamtzahl der Assistenzprofessoren, die gleichzeitig vom Programm profitieren können, ist auf acht festgelegt.

8. Tätigkeitsberichte

Die Begünstigten präsentieren der Stiftung einen jährlichen Tätigkeitsbericht.

Dieser Bericht wird zuvor von der Gastinstitution bewertet und anschliessend bis zum 15. Oktober mit dem Vorgutachten an die Stiftung weitergeleitet.

Die Gastinstitution legt der Stiftung bis zum 15. Oktober jährlich einen Finanzbericht vor.

Der Tätigkeitsbericht wird den Mitgliedern der betroffenen Auswahlkommission vorgelegt, die sich für oder gegen die Fortführung des betroffenen Projekts ausspricht.

Die Stiftung entscheidet über die Fortführung des Projekts spätestens neun Monate vor Ende des laufenden akademischen Jahrs.

9. Abbruch des Programms
Die Sandoz-Familienstiftung behält sich die Möglichkeit vor, das Programm abzubrechen, wobei die bereits verpflichteten Begünstigten bis zum Ablauf ihres Vertrags finanziert werden.

Die vorliegende Regelung hebt die vorhergehenden Regelungen auf und ersetzt diese. Sie tritt ab dem 1. Januar 2017 in Kraft.