Sandoz - Fondation de Famille: News
Programm der Sandoz-Familienstiftung Monique de Meuron zur Förderung des akademischen Nachwuchses
Neuer PreistrÀger: Prof. Frédéric Elsig, Kunsthistoriker, UniversitÀt Genf
Lausanne, 19. Dezember 2008 - FrĂ©dĂ©ric Elsig von der UniversitĂ€t Genf wird vom Programm zur Förderung des akademischen Nachwuchses der Sandoz-Familienstiftung Monique de Meuron unterstĂŒtzt. Die Ausschreibung 2008 im Bereich Kunstgeschichte stand den UniversitĂ€ten von Freiburg, Genf, Lausanne und Neuenburg offen. FĂŒr die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten berief sich die Stiftung auf die externen Experten Prof. Christine Peltre (UniversitĂ€t Strassburg), Prof. Oskar BĂ€tschmann (UniversitĂ€t Bern) und Prof. Gosbert SchĂŒssler (UniversitĂ€t Passau).
Der 1972 in Sitten geborene FrĂ©dĂ©ric Elsig studierte Literaturwissenschaft an der UniversitĂ€t Genf mit Schwerpunkt auf der mittelalterlichen Kunstgeschichte. Seine Diplomarbeit verfasste er zum Thema "La peinture en Savoie". Von 1997 bis 2003 war er an der gleichen UniversitĂ€t als Assistent tĂ€tig und schrieb unter der Leitung von Professor Jean Wirth seine Dissertation mit dem Titel "Jheronismus Bosch. La question de la chronologie". Seit 2003 ist FrĂ©dĂ©ric Elsig Dozent fĂŒr Kunstgeschichte an der UniversitĂ€t Genf.
Die Nachforschungen von FrĂ©dĂ©ric Elsig befassen sich im Wesentlichen mit der modernen Zeit, namentlich mit der europĂ€ischen Malerei im 15. und 16. Jahrhundert. GeprĂ€gt von einer grossen Connoisseurship bzw. der Freude und dem Talent fĂŒr die Wahrnehmung der KĂŒnste, zielen seine Ăberlegungen in zwei Richtungen: In jene der kĂŒnstlerischen Geografie und des stilistischen Austauschs sowie in jene der Sozialgeschichte der Kunst, die die marktgebundenen PhĂ€nomene erklĂ€ren will. Im Rahmen seiner neuen TĂ€tigkeit wird sich FrĂ©dĂ©ric Elsig mit einem Projekt unter der Bezeichnung "Peindre en France Ă la Renaissance" auseinandersetzen. Basierend auf Archivdokumenten wird er ĂŒber eine neue Definition des Malermetiers nachdenken und sich vor allem mit den Bemalungstechniken von Kirchenfenstern und Wandverkleidungen beschĂ€ftigen. Das Ergebnis seiner Arbeit wird 2012 in einer Ausstellung im MusĂ©e des Beaux-Arts in Lyon mit Schwerpunkt auf der kĂŒnstlerischen Produktion dieser Stadt im 16. Jahrhundert zu sehen sein. Verschiedene Arbeiten von Studierenden sowie Diplomarbeiten und Dissertationen werden sich mit seinen Forschungen auseinandersetzen.
Die Sandoz-Familienstiftung finanziert seit 2000 die GehĂ€lter von Assistenzprofessoren und ihren Mitarbeitenden. Ziel ist die Förderung des akademischen Nachwuchses an den UniversitĂ€ten der Westschweiz, einschliesslich der EPFL. Das Programm stösst bei den betroffenen UniversitĂ€ten auf grosses Interesse und fördert den gesunden Wettbewerb unter den Hochschulen. Bis heute wurden zehn Professoren der UniversitĂ€ten Lausanne und Genf sowie der EPFL in den Bereichen Physik, Biologie, Chemie, Geschichte, Französisch und Geografie unterstĂŒtzt.
FĂŒr weitere Fragen: Prof. Pierre Ducrey, Delegierter der Sandoz-Familienstiftung im Programm zur Förderung des akademischen Nachwuchses, UniversitĂ€t Lausanne, Tel. 021 692 30 41, E-Mail: Pierre.Ducrey(at)unil.ch